Donnerstag, 7. November 2019


Einsteins Gehirn
  Roman
mit "kriminellem Hintergrund"
 
Erweiterte Neuausgabe
der Erstausgabe im Gmeiner Verlag, Meßkirch

ZUM BUCH

Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurückkehrt, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu bringen. Doch es kommt zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später stößt der 14-jährige Albert im Keller seines Vaters auf eine Stickstoffflasche … und löst während einer furiosen Odyssee um den Globus das Rätsel seiner wahren Herkunft.

Ein Feuerwerk aus Witz und Überraschungen, umwerfender Komik und intellektuellem Tiefgang. Und ein Kriminalroman der etwas anderen Art.

LESERSTIMMEN

Absolute Spannung, Tiefgang, dichte Handlung und rätselhafter Inhalt geben dem Buch für mich eine furiose und bemerkenswerte inhaltlich reizvolle und auch literarisch wertvolle Leselust.“„100 von 100 Punkten !!! (Heidi Zengerling, amazon)

Peter Schmidts 'Einsteins Gehirn' ist eine kuriose Mischung aus durchgeknallter Kriminalgeschichte und parodistischem Coming-of-age-Roman. Wer’s gern schräg, witzig und intelligent mag, wird hier bestens unterhalten! Heide Dessel (Extratipp, Mönchengladbach)

Fünf Sterne: Einfach Klasse.... 1++++. Hallo liebe Leser, wie mein Vorredner schon geschrieben hat, das Buch ist einfach nur SPITZE. Ich kann es jedem empfehlen. Ich lese nicht oft, aber dieses Buch ist..........KLASSE!!!! 1+++++ FAZIT: Kaufen und lesen!!!! (Arda Aydin, Amazon)

Ein witziges Buch, im Verlauf der Geschichte laden kuriose Überraschungen zum Lachen ein! Sehr unterhaltsam! (literatur-blog)

Peter Schmidt erzählt die Geschichte aus Sicht von Albert und somit ist sein Schreibstil zuweilen herrlich respektlos, geradlinig, voller Wortwitz und oft sehr tiefschürfend. (Belles Leseinsel)

Genialer Klugscheißer. Ein 14-jähriges Universalgenie jagt auf einer irrwitzigen Weltreise der Frage nach, ob er der Sohn von Albert Einstein ist. Autor Peter Schmidt hat mit «Einsteins Gehirn» einen lupenreinen Lügenroman hingelegt. (Basler Zeitung)

Geniale Satire. Einfach Klasse. Peter Schmidt erfindet ein neues Genre. Den satirischen Philosophen-Krimi. Lesen, lesen, weiterempfehlen. Ich lese es jetzt zum dritten Male und entdecke immer wieder was Neues. (W. Karsten, Amazon)

Der Leser darf mit Albert gemeinsam um die Welt reisen, um die Geschichte aufzuklären. Kuriose Verwechslungen, die im Laufe des Buches und der Suche Alberts nach den Hintergründen stattfinden sind genauso faszinierend wie das Buch überhaupt. Der Idee und deren Umsetzung gilt ein großes Lob. (trudel, buchlemmi.de)


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WIKIPEDIA

Peter Schmidt ist ein deutscher Schriftsteller. Schmidt schrieb zahlreiche Romane im Genre des Politthrillers, Spionageromans, Detektivromans, Psychothrillers, SF-Thrillers und der Kriminalkomödie und veröffentlicht auch unter den Pseudonymen „Peter Cahn“ und „Mike Jaeger“. Er ist - zusammen mit Fred Breinersdorfer - Gründer des "Syndikats", der größten deutschsprachigen Vereinigung der Kriminalschriftsteller.

  Inhaltsverzeichnis

Leben

Schmidt studierte an der Ruhr-Universität Bochum Literaturwissenschaften und Philosophie mit dem Schwerpunkt psychologische Grundlagentheorie.

Neben Kriminalliteratur und allgemeiner Belletristik (Satire, philosophischer Roman) hat Peter Schmidt auch Sachbücher über eigene Forschungen zum Verständnis der Begriffe Gefühl und Emotion, der Theorie der Emotionalen Intelligenz und der philosophischen Werttheorie verfasst.

  Kritik

Zur Zeit des Ost-Westkonflikts bezeichnete die Kritik Schmidt als „einzigen ernst zunehmenden Autor im Agenten-Genre“ (Stern). Mit seinem Roman Schafspelz sei er „als erster deutscher Autor erfolgreich ins angloamerikanische Thriller-Monopol eingebrochen“ (Capital). Schmidt nahm in seinen Romanen modellhaft zahlreiche politische Entwicklungen vorweg, so etwa die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit mit der RAF (Die Regeln der Gewalt, 1984, Neuausgabe 2008) oder die Schalck-Golodkowski-Geschäfte der DDR-Regierung zur Devisenbeschaffung (Ein Fall von großer Redlichkeit), was ihm zeitweilig bei Reisen im Ostblock die Verfolgung durch die Stasi eintrug. Sein Credo für den Thriller fasste er in folgende Worte: „Im Polit-Thriller bedeutet dieses Hinausgehen über die bloße, aber erwünschte Unterhaltung vor allem: 1. Sichtbarmachen realer Strukturen des politischen Verbrechens. 2. Modellmäßiges Weiterdenken möglicher Gefahren.“

Mit seinen doppelbödigen und hintergründigen Kriminalkomödien (Linders Liste 1988, Roulette 1992, Schwarzer Freitag 1993) vertritt Schmidt darüber hinaus ein ganz eigenes Genre des literarischen Kriminalromans, in dem Ironie, philosophische Reflexion und satirische Betrachtungsweisen menschlicher Schwächen dominieren. Ausgangspunkt von Einsteins Gehirn (2012) ist ein historisches Verbrechen: Nach Einsteins Tod stahl der Pathologe Thomas Harvey das Gehirn des Schöpfers der Relativitätstheorie. Als es nach jahrelanger Odyssee ins Princeton Hospital zurück gebracht wird, beauftragt ein Schweizer Verehrer des Genies den kleinen Ganoven Edwin Klein die kostbare Reliquie nach Europa zu entführen. Dabei kommt es zu einer kuriosen Verwechslung. Ein halbes Jahrhundert später recherchiert der 14-jährige Albert die Umstände seiner Herkunft, als er im Keller seines Vaters auf eine mysteriöse Stickstoffflasche stößt. Während einer Odyssee um den Globus gelangt Albert – schon bald wegen seiner überragenden intellektuellen Fähigkeiten als neues Wunderkind, ja Universalgenie gefeiert – in die großen Talkshows bei CNN und schließlich sogar auf die Titelseite von TIME MAGAZINE, diskutiert mit dem Dalai-Lama über das Glück, mit Präsident George W. Bush über die Fehler seiner Außenpolitik und während einer Audienz bei Papst Benedikt über die Theodizee – um schließlich das Rätsel seiner wahren Herkunft zu lösen.

In seinem philosophischen Roman Montag oder Die Reise nach innen (1989) beschreibt Schmidt im Sinne eines Entwicklungsromans am Beispiel des begabten jungen Protagonisten Marc Herzbaum die Stufen eines meditativen Bewußtseins zu immer mehr Emotionaler Intelligenz.

Schmidt entwickelte weiter das EQ-Training mit Mentaltechniken wie „Scanning“, „Körper-Desensibilisierung“ und „Problem-Desensibilisierung“ zur Stressbewältigung, durch das u. a. Ängste und andere negative Gefühle leichter beeinflussbar werden sollen. Grundlage solcher Techniken ist ein genaueres Verständnis des Fühlens im Verhältnis zu Werterfahrungen, Werturteilen und Werten. Nach Schmidts Auffassung hat die Philosophie seit der Antike eines ihrer Hauptthemen verfehlt, weil es ihr nicht gelungen war, überzeugend zu ananalysieren, was eigentlich das „Wertvollsein“ in menschlichen Erfahrungen ausmacht. Gerade aus der Einsicht aber, was den genauen Charakter des Positivseins im Leben darstellt, lassen sich wichtige Direktiven für privates und politisches Handeln ableiten. Mangelnde Aufklärung in dieser Frage führt dagegen zu emotionaler Desorientiertheit mit all ihren bekannten gesellschaftlichen Folgen.

In seinen Sachbüchern, die im Sinne praktischer Philosophie auch mentale Ratgeber sind, entwirft Schmidt die Grundzüge einer neuen Werttheorie, die anders als etwa bei Kant, Nietzsche, Scheler oder Hartmann auf der Selbstevidenz des Fühlens als dem entscheidenden Faktor beruht, der Wertvollsein konstituiert, wobei Fühlen weit über die alte Lust- Unlusttheorie des Hedonismus hinausgeht. Nach Schmidts Auffassung sind alle anderen Wertbegründungen am unendlichen Regress des Hinterfragens gescheitert, warum eigentlich etwas ein Wert sei („Attractio-Aversio-Theorie“, Mythos Emotionale Intelligenz 2010, Scanning 2006).

Philosophisch und psychologisch von Belang sind Schmidts phänomenologische Analysen, wie Werte wahrgenommen werden. Danach handelt es sich um Ganzheitsqualitäten je nachdem aus Sinneswahrnehmungen, Empfindungen, gedanklichem Auffassen und Fühlen, sowie Wollensintentionen. Dabei stellen Gefühle als Angenehm- oder Unangenehmsein das eigentliche, die konkrete Wertwahrnehmung konstituierende Moment dar, jedoch selten isoliert, wie z. B. in der Stimmung, sondern eben als weitere neue Qualität („Ganzheitsqualität“), die mehr ist als die Summe ihrer Teile. Fehlt jedoch das konstitutive Moment des Fühlens als Komponente, dann können Werte nur gedanklich wahrgenommen werden (z. B. Werte als „Mittel“ wie Geld, Gesetze, Werkzeuge) und bedürfen immer der Letztbegründung durch den Endwert des Gefühls. Andernfalls handelt es sich um bloßes „Wertmeinen“, das eben gerade deshalb oft zu Bewertungsirrtümern führt. Auf diese Weise sei auch die alte Frage nach der ästhetischen Schönheit zu beantworten. Ein schöner Gegenstand bedarf immer sowohl der inhaltlichen Qualitäten – z. B. Formen und Farben eines Bildes – wie auch der angenehmen Gefühlstönung. Fehlt letztere, kann keine Schönheit wahrgenommen werden. Gefühle sind nach dieser Definition „kontingente“ Qualitäten "sui generis". Schönheit ist daher wie alle anderen Wertqualitäten weder ganz objektiv noch nur subjektiv.

In der Ethik sei ein grundlegender neuer Ansatz darin zu sehen, dass es sich bei den moralischen Werten nicht um starre allgemeingültige Wertqualitäten handele, sondern um ein „progressives System“, dessen Wertrealisierung von der prozentualen Kooperation anderer abhänge (Scanning, S. 107, 146 f). Je mehr Menschen sich daran beteiligten, desto größer die Wahrscheinlichkeit, selbst von seinen Vorteilen betroffen zu sein. Umgekehrt gilt: Je weniger Menschen sich am progressiven Wertessystem beteiligen, desto geringer der zu erwartende Nutzen. Nichtbeteiligung kann dabei durchaus von Vorteil für das Individuum sein, indem es seine Werte egoistisch verwirklicht. Dies führt aber umgekehrt genau anteilig zum Verschwinden der Wertvorteile eines progressiven Systems, wovon dann auch der Egoist betroffen ist.

In Mythos Emotionale Intelligenz (2010) stellt Schmidt unser Alltagsverständnis von Emotionaler Intelligenz, wie es sich seit Daniel Goleman (1995) entwickelt hat, als zu „vage“ und weitgehend folgenlos in Frage und versucht eine präzisere Begriffsbestimmung, die sowohl phänomenologisch wie auch sprachanalytisch den Gegebenheiten gerecht werden will. Danach handelt es sich um die Verwirklichung von "Attractio" (Positivsein des Fühlens) und Vermeidung von "Aversio" (Negativsein des Fühlens) in verschiedenen Modalitäten als umfassende, sich in allen Lebensäußerungen durchsetzende bewusste oder unbewusste Intention, die den Sinn und Wert des Lebens konstituiert. Zitat: „Attractio-Erfahrungen zu steigern und Aversio-Erfahrungen zu vermindern, ist das, was man zu Recht Emotionale Intelligenz oder emotionale Klugheit nennt.“ (S. 188). Immer umfassender die „Grammatik des Fühlens“ zu verstehen, wird von Schmidt als Vollendung der steckengeblieben Aufklärung und entscheidend für unser menschliches Selbstverständnis angesehen, weil es uns vor „emotionalem Irrläufertum“ bewahrt.

  Auszeichnungen

Werke

Erzählungen

Erzählungen in zahlreichen Anthologien

Fernsehen/Radio

  • Winger. Kriminalhörspiel. 1987.
  • Streit um Drei. Fernsehserie. 1999 (acht Folgen).

Komödien/Satiren

  Kriminalromane/Thriller

 

Romane

  • Die Regeln der Gewalt (Kriminelle Sittengeschichte Deutschlands; Bd. 3). Neuausg. Edition Köln, Köln 2008, ISBN 978-3-936791-52-5 (Roman über den Terrorismus).
  • Montag oder Die Reise nach innen. Roman. Droemer, München 1998, ISBN 3-426-19459-7 (philosophischer Roman über Emotionale Intelligenz).

  SF-Romane/Utopien

  Sachbücher

  • EQ-Training. Die Praxis der emotionalen Intelligenz Langen-Müller, München 1999, ISBN 3-7844-2752-9.
  • Die Kraft der positiven Gefühle. Mit neuen Mentaltechniken innerlich frei werden. Dtv, München 2001, ISBN 3-423-36256-1.
  • Stehen Sie drüber. Sich sekundenschnell von negativenGefühlen befreien. MVG, Landsberg 2002, ISBN 3-478-73246-8.
  • Scanning. Neue Mentaltechniken gegen emotionalen Stress. Beluga New Media, Herten 2006, ISBN 3-938152-01-X.
  • Mythos Emotionale Intelligenz. Kollateral-Verlag, Sulzbach 2010, ISBN 978-3-942408-30-1.

  Literatur

  • Peter Schmidt und der deutsche Politthriller. In: Jochen Schmidt: Gangster, Opfer, Detektive. Eine Typengeschichte des Kriminalromans. Ullstein, Frankfurt/M. 1989, ISBN 3-548-34488-7, S. 634–645.
  • Dieter P. Meier-Lenz im Gespräch mit Peter Schmidt: Der Agententhriller, der aus Deutschland kommt. In: die horen. Zeitschrift für Literatur, Kunst und Kritik, Jg. 31 (1986) Nr.144/4, ISSN 0018-4942.
  • Rudi Kost: Nachwort. In: Peter Schmidt: Der kleine Herzog. Rowohlt, Reinbek 1989, ISBN 3-499-42929-2.
  • Herbert Knorr: Rohstoff aus der Zeitung. In: Peter K. Kirchhof (Hrsg.): Literarische Portraits. 163 Autoren aus Nordrhein-Westfalen. Edition Schwann, Düsseldorf 1991, ISBN 3-491-34104-3.
  • Karl-Heinz Jakobs im Gespräch mit Peter Schmidt. In: Neues Deutschland vom 17. Juli 1992, ISSN 0323-3375.
  • Armin Zemann: Marlowe’s Enkel. Diplomarbeit im Fach Psychologie über den Roman Schafspelz, Universität München 1994.
  • Peter Nusser: Peter Schmidt. In: Ders.: Der Kriminalroman. 3. Aufl. Metzler, Stuttgart 2003, ISBN 3-476-13191-2.
  • Rudi Kost, Thomas Klingenmaier: Peter Schmidt. In: Diess.: Steckbriefe. Die Krimi-Kartei von A–Z. Rowohlt, Reinbek 1995, ISBN 3-499-43181-5.
  • Hann-Peter Karr: Peter Schmidt. In: Angelika Jockers u.a. (Hrsg.): Lexikon der deutschen Krimi-Autoren. Verlag der Criminale, München 2006, ISBN 3-86520-093-1.

  Weblinks

Über Emotionale-Intelligenz-Theorie:

(Aus: WIKIPEDIA)
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NEUERSCHEINUNG
2019

Die Geschichte einer überaus klugen
 und begabten jungen Frau, die einem
der raffiniertesten Verbrecher
auf die Schliche
kommt ...





ZUM BUCH

Professor Hollando, Nobelpreis­träger im Fach Me­di­zin, hat als Hirn­for­scher einen
genetischen Schal­ter ent­deckt, der so­wohl für kör­per­liches wie seeli­sches Lei­den – Schmerzen, Angst, Depressi­onen – ver­ant­wort­lich ist. Eine Ent­de­ckung, die Medi­zin-
­ge­schichte schrei­ben könnte …
   Carolin ist von Cesare Hol­lan­do nicht nur als Wis­sen­schaft­ler fas­zi­niert und folgt ihm zur Preis­ver­lei­hung nach Stock­holm. Sie will unbe­dingt in den en­geren Ar­beits­kreis sei­ner Studenten auf­ge­nom­men wer­den.
   Da ihr Bruder Robert gerade zum Haupt­kom­missar be­för­dert wurde, bit­tet sie Hollan­do als ehe­mali­gen Profiler um Rat in einem mys­teri­ösen Fall von Frau­en, die alle auf rät­sel­hafte Weise ihr Ge­dächt­nis ver­lo­ren ha­ben. Sie kön­nen sich we­der an ihre Na­men erin­nern, noch was mit ih­nen pas­siert ist.
   Der Kör­per einer Frau ist voller blau­er Fle­cke. Eine an­dere macht dau­ernd obszöne Bemer­kun­gen. Ein drit­tes Op­fer war bei der Ver­neh­mung kahl­ ge­scho­ren.
   Be­sonders ver­stö­rend: Das rechte Auge eines vier­ten Op­fers wur­de über dem Altar der Kirche St. Ma­ria Mag­da­lena an einer An­gel­schnur ge­fun­den …
   Doch bei Roberts Nachforschun­gen gerät Ca­ro­lin selbst ins Vi­sier des Tä­ters. Der ent­puppt sich als Geg­ner mit un­er­war­te­ten Fä­hig­kei­ten. Das Böse scheint ein nie da gewe­senes Hoch­fest raffi­nier­ter Grau­sam­kei­ten zu ze­lebrie­ren …
   Schon bald geht es nicht mehr nur um Sieg und Nie­der­lage und Ca­ro­lins Über­le­ben, sondern um die Deu­tungs­ho­heit zwei­er geis­tiger Gi­gan­ten – Tä­ter und Op­fer – über den wah­ren Cha­rak­ter der mensch­li­chen Na­tur.

„Vielleicht eines der bösesten Bücher,
das je geschrieben wurde - aber auch
weitaus mehr als nur ein Thriller.“

Der Roman beschreibt nicht nur den Ablauf eines Verbrechens und seine Aufklärung, sondern thematisiert das Verbrechen überhaupt. Was haben Thriller und Philosophie miteinander zu tun? Es ist sozusagen auf der zweiten Leseebene ein philosophischer Thriller. Philosophie aber nicht als beliebige Tagträumerei, sondern als so etwas wie eine Relativitätstheorie des Bewusstseins.
   Geht das überhaupt in einem Thriller? Anscheinend ja. Der Roman weist einige Besonderheiten auf, die es so in der Geschichte der Kriminalliteratur und auch in der übrigen Belletristik noch nicht gegeben hat, die sich aber thematisch folgerichtig aus der Struktur des Plots ergeben.
 

LESEPROBE

8. Dezember, Karolinska-In­sti­tut Stock­holm

Als sie Cesare Hollando zum ers­ten Mal sah, war es wie ein be­freien­der Ge­witter­re­gen – oder als stürz­ten Re­gen­fluten von den Ber­gen und ris­sen alles gleicher­ma­ßen in die Tiefe, Mensch und Tier, Haus und Hof, Gut und Böse – wie um end­lich reinen Tisch zu ma­chen …
   Professor Hollando schrieb ge­rade Me­di­zin­ge­schich­te. Er stand am Red­ner­pult, den Zei­ge­stock auf einer Ta­bel­le aus der Hirn­for­schung. Auf der Vi­deo­lein­wand hin­ter ihm war über­le­bens­groß sein Ge­sicht zu se­hen: eine Mi­schung aus wa­chem In­tel­lektu­el­len, braun­ge­brann­tem Ski­leh­rer – und ver­schla­ge­nem Po­ker­spie­ler.
   Laut Sta­tuten hielten Nobelpreis­träger vor der eigent­li­chen Preis­ver­lei­hung im Karo­lins­ka-Insti­tut eine Vor­le­sung über ihre Ar­beit.
   Carolin war ihm bis nach Stock­holm ge­folgt, und sie wür­de al­les da­ran set­zen, an seinen wei­teren For­schun­gen mit­zu­ar­bei­ten, selbst wenn sie da­für den Rest ih­rer weib­li­chen Kon­kur­ren­tin­nen um­brin­gen musste.
   Schon bei der An­tritts­vor­le­sung in Deutsch­land soll­te der Saal vol­ler Stu­den­tin­nen ge­we­sen sein, die ihn an­him­mel­ten wie einen neu­en Gott im Olymp der Wis­sen­schaf­ten, Ce­sare Hol­lan­do, der mit ge­ra­de ein­mal vier­und­vier­zig Jah­ren den No­bel­preis für Me­di­zin er­hielt.
   Eine eigentümliche Faszination ging von ihm aus. Es war die Art, wie er sprach. Als sei ihm das In­teresse der Me­dien eher läs­tig, als gehe ihn das Thea­ter um seine Per­son nichts an. Manch­mal ver­harr­te sein Zei­ge­stock se­kun­den­lang auf den Da­ten der Ta­belle, wie ver­sun­ken in sei­ne For­schun­gen, als arbei­te er selbst hier noch wei­ter.
   Komm wieder auf den Boden der Tat­sa­chen zu­rück!, er­mahn­te sie sich. Es ist auch nur ein ganz ge­wöhn­li­cher Kerl. Ver­mut­lich ist er im Bett ge­nau­so lang­wei­lig wie al­le an­de­ren …


Ausgabe 1/2019
Paperback ca. 13 x 20 cm
303 Seiten
ISBN: 978-1717843135
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VLB, Stationärer Buchhandel:
Taschenbuch ca. 12,5 x 19 cm
325 Seiten
ISBN: 978-3-746779-73-7
(KNV-verfügbar: Großhandel  
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Historischer Thriller

DÜSTERE DYSTOPIE, DIE UM EIN HAAR WAHR GEWORDEN WÄRE ...


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WIE HAARSCHARF DIE WELT EIGENTLICH AM
ENDSIEG HITLERS VORBEIGEGANGEN IST …

Welchen Verlauf hätte die Weltgeschichte genommen, wenn die ersten beiden Atombomben nicht 1945 durch die USA auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen worden wären, sondern schon 1943 von Nazi-Deutschland auf Moskau und Washington?

– Kriegsentscheidende Wende durch deutschen Spion im amerikanischen „Manhattan Projekt“…
– Mit entwendeten Konstruktionsplänen erstmals erfolgreich gezielte Kettenreaktion in Versuchslabor bei Nordhausen reproduziert …
– Hitlers Bombe verändert ab Februar 1943 den Lauf der Weltgeschichte …

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, nach der Niederlage bei Stalingrad und der Vernichtung der 6. Armee, als für Adolf Hitler die militärische Wende absehbar ist, nehmen die bisher eher als Propaganda angedrohten kriegsentscheidenden „Wunderwaffen“ unerwartet reale Gestalt an: Bisher sind alle Versuche deutscher Physiker zum Bau einer Atombombe gescheitert, wie sie die Physiker Heisenberg, Hahn und von Weizsäcker für möglich halten.
   Doch als man beim Manhattan-Projekt in den USA entdeckt, wie sich eine gezielte Kettenreaktion erzeugen lässt und welcher Art die kritische Masse und erforderliche Menge an Explosivmaterial ist, verrät ein deutschstämmiger Spion in Los Alamos die fehlenden Daten an die Nazis und Adolf Hitler beauftragt ein geheimes Forscherteam in Nordhausen mit dem Bau der Bombe. Von diesem Zeitpunkt an ist der Diktator mehr denn je überzeugt, trotz Niederlagen an wichtigen Frontabschnitten und Bombenangriffen der Alliierten auf deutsche Städte den Krieg zu gewinnen und doch noch die Weltherrschaft zu erlangen ...

„Moskau – Washington“ erzählt die Geschichte des begabten jungen Physikers Klaus von Münsterberg, der in Hitlers geheimem Forschungslabor bei Nordhausen die Bombe für die Nazis entwickelt. Er handelt dabei in gutem Glauben, ein Gleichgewicht atomarer Abschreckung zwischen den Weltmächten zu erreichen. Adolf Hitler gelingt es jedoch mit dem Abwurf von zwei Atombomben auf Moskau und Washington sowohl Stalins wie auch Roosevelts Nachfolger zur Kapitulation zu zwingen. Nach triumphalen Siegesparaden in New York und Leningrad wird eine Epoche nationalsozialistischer Weltherrschaft eingeleitet …
… doch dann nimmt die Weltgeschichte durch ein unvorhergesehenes Ereignis an Hitlers 54. Geburtstag im April 1943 noch einmal einen überraschend anderen Verlauf …

DER AUTOR ÜBER SEIN NEUES BUCH:

"Wichtig war mir die reale politische Ausgangsituation des Thrillers, die erschreckende – und immer noch  gegenwärtige – Nähe und Gefahr eines Atomkriegs und seiner Folgen durch Überrüstung: Nicht satirisch-parodistisch (Timur Vermes: „Er ist wieder da“), oder als eher gespenstische Himmler-Nachfolge im Nazideutschland nach geglücktem Attentat auf Hitler (von Ditfurth: „Der 21. Juli“), oder als Vision fast 20 Jahre nach dem Krieg (Robert Harris: „Vaterland“): Sondern „Moskau – Washington“ zeichnet mit äußerster historischer und technischer Präzision nach, welches Szenario strategisch bei Berücksichtigung aller Fakten am naheliegendsten gewesen wäre. Wie hauchdünn die Welt eigentlich am Endsieg Hitlers vorbeigegangen ist …
   Wie sich gezeigt hat, war es angesichts der erfolgreichen Spionagetätigkeit der Sowjets beim amerikanischen Manhattan Projekt (Klaus Fuchs, Theodore Alvin Hall) nur einem Glückfall zu verdanken, dass Hitler nicht früher zum Zuge kam.“ 

Putin nachdenklich bei der Lektüre des Thrillers „Moskau – Washington“ …?


LESERMEINUNGEN


 
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AUSBRUCH EINER EPIDEMIE IN BERLIN ...
Offiziell heißt das Projekt „Virus 31“ – das einunddreißigste Virus, das Doktor Johnson im Auftrage des Gesundheitsministeriums von seinen beiden Forschungsteams untersuchen lässt, ob sich sein Erbmaterial zur Eindämmung von Grippeepidemien eignet. Wenig später gerät das Projekt aus den Fugen – eine Epidemie bricht aus und Berlin versinkt im Chaos, wird zur hermetisch abgeriegelten Sperrzone, zum Quarantänegebiet mit hohen Stahlzäunen – ein Konzentrationslager, in dem Chaos und das Recht des Stärkeren herrschen. Und draußen warten bereits die Fluchthelfer ...

PRESSESTIMMEN

“Genau recherchierte Fakten aus dem Mikrokosmos der Genetik verbinden sich mit der Phantasie des Autors zu einem Horrorszenario, das seine Spannung aus dem Realismus der gestellten Szenerie gewinnt.”
(Südwest Presse)

„Der Westfale Peter Schmidt ist als erster deutscher Autor erfolgreich ins angloamerikanische Thriller-Monopol eingebrochen.“
(Capital)

„Sage noch einer, die Deutschen könnten keine guten Krimis schreiben. Und wie sie können: Spannend, hochaktuell und eine gehörige Portion Ironie.“
(Gießener Anzeiger)

„Unter den deutschen Kriminalschriftstellern ist der Westfale Schmidt fraglos einer der wenigen, die wirklich erzählerisches Format besitzen.“
(Hamburger Abendblatt)


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Harris. Psycho-Thriller. Rasch und Röhring Verlag. eBook: amazon
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Die andere Schwester. Polit-Triller. Rasch und Röhring Verlag. TB: Goldmann. eBook: amazon
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Krimikritiker Rudi Kost über den Autor Peter Schmidt
(Aus: „Der kleine Herzog“. Thriller, Rowohlt Verlag, Reinbek)

Ob denn die Deutschen, war seinerzeit eine beliebte Spekulation, überhaupt zum Kriminalroman taugten? Die Frage hat sich mittler­weile selbst beantwortet, und an ihrer Stelle ließe sich darüber räso­nieren, wie es denn die Deutschen mit dem Polit-Thriller hielten.
   Tatsächlich: Die Themen lagen auf der Straße, aufgehoben aber haben sie lange Zeit nur die Amerikaner und Engländer. Sie kannten sich bestens aus hinter den Kulissen deutscher Politik oder mit den deutsch-deutschen Grenzgängern, wussten um jeden Schlupfwinkel der Spionagehochburg Berlin.
    Das ist nicht bloß ein literarisches Phänomen, sondern mehr noch eine Frage des Bewusstseins, der politischen Weitsicht, hat auch zu tun mit dem Verdrängungsschlaf, den man hierzulande pflegt. Die anderen – ja; aber wir doch nicht! Unterdessen ist man eines besse­ren belehrt und traut denen da oben alle Gemeinheiten zu.
Schlechte Zeiten für Thriller-Autoren, sollte man meinen. Was ihrer Phantasie entspringt, wird von den Nachrichtensendungen desavouiert, die Obszönität der Fakten degradiert die Fiktion zur Kümmerlichkeit. Jeder Autor beeilt sich zu versichern, sein Lektor hätte ihm das Manuskript um die Ohren gehauen, hätte er ihm vor­her die Geschichte jenes Ministerpräsidenten Dr. U. B. angeboten, der … Aber das wissen wir ja alle.
    Wissen wir auch alles? Ein Satz, an dem ich beim Wiederlesen hängengeblieben bin: „ Womöglich gab es so etwas wie die ‚Wirk­lichkeit’ gar nicht, und alles, was wirklich genannt werden konnte, bestand aus nichts weiter als den Geschichten, die man darüber er­zählte.“ (Die Stunde des Geschichtenerzählers) Trotz der Bananen, die in dieser unserer Republik überreichlich gedeihen, trotz der Heerschar der Reporter, die sie pflücken, erfährt man über „ die“ Wirklichkeit vielleicht immer noch am meisten in den Büchern, die nicht darüber geschrieben werden. Zum Beispiel bei Peter Schmidt.
    Peter Schmidt hat nie der Wirklichkeit hinterhergehechelt. Er nimmt sie als Anlass, als Spielmaterial. Und er spielt damit, wie nur Kinder, Narren oder Dichter spielen können: konsequent bis ins Detail, unerbittlich bis zur Grausamkeit. Es ist tatsächlich ein Spiel: als ob, oder auch: was wäre, wenn.
   Lassen wir einmal gerafft die Plots einiger seiner Romane Revue passieren: Der Fraktionsvorsitzende der Bonner Regierungspartei soll durch ein Komplott des DDR-Geheimdienstes gestürzt werden (Mehnerts Fall, 1981); der westdeutsche Geheimdienst will einen seiner Mitarbeiter beseitigen, weil der zuviel weiß (Die Trophäe, 1982.); eine obskure Dienststelle überprüft, ob es sich bei Überläufern nicht um eingeschleuste Agenten handelt (Augenschein, 1983); eine Gruppe von westdeutschen Terroristen plant ihren großen Coup, ohne zu ahnen, dass sie von Agenten infiltriert ist (Die Regeln der Gewalt, 1984); der ins Gerede gekommene MAD begegnet der geplanten Übernahme durch den BND mit einer kühl inszenierten Intrige (Erfindergeist, 1985).
   Auch ohne das Gedächtnis allzu sehr strapazieren zu müssen, springt sofort ins Auge, dass Peter Schmidt prallvoll Realität präsen­tiert. Das waren Themen, die seinerzeit aktuell waren, von Guil­laume bis Kießling. Also doch Schlüsselromane? Es ist eher so, wie Kritiker das in solchen Fällen gern formulieren: Peter Schmidt schreibt hart an der Wirklichkeit entlang, sorgfältige Milieuschilde­rungen und penible Recherchen über technische Details einge­schlossen. „Dies ist schließlich“, hat Peter Schmidt einmal gesagt, „ wie wir alle wissen, in beträchtlichem Maße auch eine Welt des gesellschaftlichen oder politischen Verbrechens, und ich wüsste nicht, welche andere Literaturform das angemessen darstellen könnte. Natürlich muss man dabei erzählerisch überhöhen, kompri­mieren, um Bedrängnisse und Motive, Zwänge oder verpasste Mög­lichkeiten nachfühlbar zu machen. Das unterscheidet den Roman nach meinem Geschmack von platter Reportage.“
   Schlüsselromane sind es aber doch. Freilich liefern sie den Schlüssel zu etwas ganz anderem, als der Begriff gemeinhin meint. Noch einmal ein Zitat: „ Was sich dort [im Geheimdienstmilieu] abspielte, war ein Mikrokosmos menschlicher Schwächen und Leidenschaf­ten, der wie unter dem Vergrößerungsglas und Seziermesser ver­deutlichte und bloßlegte, was auch im täglichen Leben(nur besser verdeckt und weniger komprimiert) an der Tagesordnung war.“ (Die Stunde des Geschichtenerzählers)
   So wichtig die raffiniert eingefädelte, doppelbödige, absichtlich verwirrte Handlung auch ist (und in der Hinsicht ist beispielshalber Erfindergeist kaum zu überbieten): Hinter den Plots steckt mehr, anderes, als die dürre Nacherzählung vermuten läßt. Es geht Peter Schmidt immer um die Menschen, die agieren oder reagieren müs­sen. Es geht um die Macher, die gnadenlos ihre Komplotte einfädeln, es geht um die Opfer, die sich im Netz der Intrigen verhedder­n, und schaut man genau hin, ist jeder Macher und Opfer zugleich. Der kleine Macher das Opfer der großen Macher, die großen die Opfer ihrer selbst. Was da ausgeheckt und durchgezogen wird, ist allenfalls noch in der literarischen Schlusspointe zu durchschauen. Das Komplott gewinnt eine solche Eigendynamik, dass sich keiner mehr entziehen kann, auch die Initiatoren nicht, dass es im Grunde nicht mehr zu stoppen ist. Nur der Zwang, zum Schluss kommen zu müssen, setzt ein Ende. Eigentlich schreibt Peter Schmidt Endlos-Romane. Mit der letzten Buchseite sind sie noch lange nicht abge­schlossen, der Fluch der bösen Tat wirkt weiter, immer weiter. Schon, weil die Heiden Peter Schmidts, und das unterscheidet ihn grundlegend von den meisten Thriller-Autoren, am Ende nicht über das Böse triumphieren, dem sie in einem grandiosen Vernichtungs­feldzug den Garaus gemacht haben.
   Sie können das gar nicht, allein deshalb nicht, weil sie keine Hei­den sind. Dazu passt ein Aperçu aus dem vorliegenden Roman: „Die Helden sind ausgestorben, die Potenten nur noch Muskelmaschinen, Automaten ohne Gefühle. An ihre Steile treten jetzt die Versa­ger.“ Das ist eine präzise politische, gesellschaftliche Situationsbe­schreibung. Und wenn oben das schwergewichtige Nichts gähnt, haben die in den Ebenen darunter erst recht keine Chance mehr. Wenn der Drachen konturenlos geworden ist, kann er nicht mehr besiegt werden.
   „Der kleine Herzog“ ist, so gesehen, ein bitterböser Kommentar zum Zeitgeist, zum Triumph der Mittelmäßigkeit. Man kann ihn belächeln und verhöhnen und übersieht dabei seine Gefährlich­keit. Man kann eine Zeitlang Widerstand leisten und dann entwe­der scheitern oder kriechen.
   In zumindest einer Beziehung reiht sich „Der kleine Herzog“ nahtlos in die bisherigen Romane ein. Peter Schmidt hat bei jedem Buch nach einer neuen Tonlage, nach anderen Erzählmitteln ge­sucht. Peter Schmidts Bandbreite ist darum enorm. Sie reicht von den harten Polit-Thrillern, von denen hier die Rede war, bis zu Far­cen wie Eiszeit für Maulhelden (1983) oder Linders Liste (1988), bis zu Zukunftsromanen (keine Utopien!) wie Das Prinzip von Hell und Dunkel (1986) oder Die fünfte Macht (1989).
   Dabei sind Entwicklungen durchaus auszumachen. Wie sich Peter Schmidt von der Ausschließlichkeit der deutsch-deutschen Geheimdienstduelle mehr und mehr gelöst hat und zum binnendeutschen Kern vorgestoßen ist, hat sich der Erzählton gewandelt von der an­fangs kühlen, nahezu spröden Distanz zu einer Haltung, die ich phi­losophisch nennen möchte. Gelassenheit, die man oft dem Philo­sophen zuschreibt, ist damit nicht gemeint. Eher die Absage an das jederzeit Machbare, der Verlust des Glaubens an das Prinzip Hoff­nung. Ein Hauch von Nihilismus. Der Antrieb in den Romanen Peter Schmidts waren noch nie Ideologien, sondern Machtfragen; keiner hat sich darüber Illusionen gemacht. In der Stunde des Geschichtenerzählers heißt es einmal: „Man muss sich früh entscheiden, welchen Lügen man glauben will.“
   „Der kleine Herzog“ bündelt viele der Themen und Motive aus Peter Schmidts bisherigem Werk, und wer will, kann auch – mitun­ter nur versteckte, vielfach paraphrasierte – Anleihen bei Kollegen ausfindig machen. Einen Serienhelden hat sich Peter Schmidt, zu­gunsten der Vielfalt, versagt. Gleichwohl lassen sich Verbindungsli­nien ziehen, werden Themen wieder aufgegriffen (man vergleiche beispielsweise Die Trophäe mit der Stunde des Ge­schich­tenerzäh­lers), tauchen Figuren in Nebenrollen wieder auf. Im vorliegenden Buch ist es, als Testamentsvollstrecker des kleinen Herzogs, Känder aus Erfindergeist, keine Nebenfigur diesmal, sondern einer, der an den Fäden zieht, wie er es schon einmal getan hat. Sind wir da schon beim Endlos-Roman, bei der nächsten Fortsetzung aus dem großen Buch, das da Leben heißt? Es sei dem Leser empfohlen, bei Peter Schmidt nachzulesen, was sich seit Erfindergeist getan, vielleicht auch verändert hat. Politisch wie literarisch.

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